Alter Weinberg
© Restaurant “Alter Weinberg” Inhaber Andreas Neidhardt Reichenwalder Straße 64 , 15859 Storkow Telefon 033678 62706 10/2018

Geschichte

Der “Alte Weinberg” und seine Geschichte

An der Straße zwischen Reichenwalde und Storkow, zwischen Wolfswinkel und Hirschluch, lag einst der Storkower Weinberg. Der nach Süden abfallende sonnige Hang der großen Binnendüne bot sich für den Weinbau an. An ihrem Fuße entstand um die vorige Jahrhundertwende ein Bauwerk, das in den nächsten Jahrzehnten den Storkowern und ihren immer zahlreicher werdenden Besuchern als Gasthaus "Alter Weinberg" wohlbekannt wurde. Einer der Wirte prägte sich namentlich besonders ein: Pastor Knaake, der beileibe kein Pfarrer war, sondern nur wegen seiner Art zu sprechen so genannt wurde. Denn er versuchte bei den jüngeren männlichen Gästen seine drei Töchter "unter die Haube zu bringen". Über die Vorläufer der Gaststätte gibt Werner Schultz in seiner Storkower Chronik einen historischen Überblick und berichtet über die Vergangenheit des Weinanbaus in der Storkower Gegend, der diese Namensgebung veranlasste. Nicht wendischen sondern deutschen Ursprungs ist der Weinbau in unserer Gegend. Wahrscheinlich haben ihn die rheinischen und niederländischen Ansiedler schon unter Albrecht dem Bären mit hierher gebracht. Der Weinbau auf den sonnigen Hügeln an der Ostseite unseres Sees muss noch viele Jahrhunderte sich gelohnt haben, und wir werden annehmen dürfen, dass so manches Fäßlein "Storkower" in die bibersteinischen und später in die bischöflichen Kellereien gewandert ist. In der kurfürstlichen Zeit verschmähten es die Lands Herren keineswegs, den hier erzeugten Wein für ihre Tafeln zu verwenden, ja es war ihnen ein besonderes Vergnügen, das Fest der Weinlese mitzumachen. Im 18. Jahrhundert als in Storkow nur ein königlicher Beamter residierte, der in der Person oft wechselte und daher kein dauerndes Interesse für den Weinberg vorhanden war ging der Weinbau zurück und schließlich ganz ein. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Sanddüne des ehemaligen Weinberges infolge des gestiegenen Kalksandsteinbedarfes nach und nach abgetragen. In den zwanziger und dreißiger Jahren suchten die Storkower und deren immer zahlreicher werdende Besucher gern den Gasthof am Rande der Stadt auf. Nach dem Krieg entwickelte sich der "Alte Weinberg" zu einer bekannten Adresse, deren Name auch über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff ist. Auszug aus der Geschichte von Erich Oehring - Stadthistoriker - Eine ausführliche Geschichte finden Sie an der Tafel am Eingang.
Alter Weinberg
© Restaurant “Alter Weinberg” Inhaber Andreas Neidhardt Reichenwalder Straße 64 , 15859 Storkow Telefon 033678 62706 10/2018 .

Geschichte

Der “Alte Weinberg” und seine

Geschichte

An der Straße zwischen Reichenwalde und Storkow, zwischen Wolfswinkel und Hirschluch, lag einst der Storkower Weinberg. Der nach Süden abfallende sonnige Hang der großen Binnendüne bot sich für den Weinbau an. An ihrem Fuße entstand um die vorige Jahrhundertwende ein Bauwerk, das in den nächsten Jahrzehnten den Storkowern und ihren immer zahlreicher werdenden Besuchern als Gasthaus "Alter Weinberg" wohlbekannt wurde. Einer der Wirte prägte sich namentlich besonders ein: Pastor Knaake, der beileibe kein Pfarrer war, sondern nur wegen seiner Art zu sprechen so genannt wurde. Denn er versuchte bei den jüngeren männlichen Gästen seine drei Töchter "unter die Haube zu bringen". Über die Vorläufer der Gaststätte gibt Werner Schultz in seiner Storkower Chronik einen historischen Überblick und berichtet über die Vergangenheit des Weinanbaus in der Storkower Gegend, der diese Namensgebung veranlasste. Nicht wendischen sondern deutschen Ursprungs ist der Weinbau in unserer Gegend. Wahrscheinlich haben ihn die rheinischen und niederländischen Ansiedler schon unter Albrecht dem Bären mit hierher gebracht. Der Weinbau auf den sonnigen Hügeln an der Ostseite unseres Sees muss noch viele Jahrhunderte sich gelohnt haben, und wir werden annehmen dürfen, dass so manches Fäßlein "Storkower" in die bibersteinischen und später in die bischöflichen Kellereien gewandert ist. In der kurfürstlichen Zeit verschmähten es die Lands Herren keineswegs, den hier erzeugten Wein für ihre Tafeln zu verwenden, ja es war ihnen ein besonderes Vergnügen, das Fest der Weinlese mitzumachen. Im 18. Jahrhundert als in Storkow nur ein königlicher Beamter residierte, der in der Person oft wechselte und daher kein dauerndes Interesse für den Weinberg vorhanden war ging der Weinbau zurück und schließlich ganz ein. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Sanddüne des ehemaligen Weinberges infolge des gestiegenen Kalksandsteinbedarfes nach und nach abgetragen. In den zwanziger und dreißiger Jahren suchten die Storkower und deren immer zahlreicher werdende Besucher gern den Gasthof am Rande der Stadt auf. Nach dem Krieg entwickelte sich der "Alte Weinberg" zu einer bekannten Adresse, deren Name auch über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff ist. Auszug aus der Geschichte von Erich Oehring - Stadthistoriker - Eine ausführliche Geschichte finden Sie an der Tafel am Eingang.