Alter Weinberg
© Restaurant “Alter Weinberg” Inhaber Andreas Neidhardt Reichenwalder Straße 64 , 15859 Storkow   Telefon 033678 62706            07/ 2017

Die Storkower

Tschech-Kugel

Geschichte zum Essen

Die “Storkower Tschech-Kugel”  ist ein Hackklops aus Schweinefleisch und Wildanteil. Zu dieser Grundmasse werden Pastinaken und anderes Wurzelgemüse zugefügt. Wer war Tschech? Heinrich Ludwig Tschech (1789-1844) war von 1832 bis 1841 Bürgermeister der Königlichen Preußischen Stadt Storkow. Er bekämpfte Vetternwirtschaft, Korruption und eingebürgerte Gewohnheiten wie Holzdiebstahl aus den Stadt-Wäldern. Unbeliebt und isoliert kündigte er vorzeitig und zog nach Berlin zurück. Alle Wiedereinstellungsversuche in den Staatsdienst blieben ergebnislos. Er erfuhr einen sozialen Abstieg. Enttäuscht verübte er am 26.Juli 1844 vor dem Berliner Schloss mit einer doppelläufigen Pistole ein Attentat auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Dieser kam mit dem Schrecken davon. Tschech wurde hingerichtet. Der Volksmund spottete: „War denn je ein Mensch so frech, wie der Bürgermeister Tschech? Denn er traf fast auf ein Haar unser treues Königspaar.“ Wenn auch Tschech längst nicht mehr Bürgermeister von Storkow war, so galt doch weiterhin im Land: „Tschech verlor sein Kopf und Storkow seinen Ruf.“ Die in Storkow (2015) kreierten „Tschech Kugeln“ sollen an den ehmaligen Bürgermeister erinnern und mahnen: Keine Kugel ist es wert, bei einem Anschlag  verschossen zu werden. Das Lied vom Bürgermeister Tschech (anonym)   Aber keiner war so frech wie der Bürgermeister Tschech, denn er traf um fast ein Haar unser teures Königspaar. Ja, er traf die Landesmutter durch den Rock ins Unterfutter.   Wie die Uhr war kaum halb achte und noch niemand Böses dachte, ist ein Mann im grauen Mantel durch das Schlossportal gewandelt. Dies war Tschech, der Hochverräter, Königsmörder, Attentäter.   Ach, es hat der Bösewicht unsern Gott im Herzen nicht, Pickel hat er im Gesicht, sonsten sah man Böses nicht. Friedrich Wilhelm trat heraus, sah noch ganz verschlafen aus.   Tschech zieht sein Pistol hervor, trifft den König fast ans Ohr, doch es packt ihn ein Schandarme an dem frevelhaften Arme. Man verkeilt den Wüterich auf der Stelle fürchterlich.   Wie der König ihn erblicket von Gendarmen rings umstricket zeigt er plötzlich viel Courage und ruft nach der Equipage. „Auf dem Schlossplatz halt mal still, weil das Volk mich sehen will."   Da dreht er sich um und spricht: „Leute, ick hab nischt gekriegt." Dick und fett, es fehlt ihm wenig, alles brüllt: „Es leb der König!" Aber Leute hört nun mal von dem Liede die Moral:   Hatte je ein Mensch so'n Pech wie der Bürgermeister Tschech, dass er diesen dicken Mann auf zwei Schritt nicht treffen kann!
Alter Weinberg
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Die Storkower

Tschech-Kugel

Geschichte zum Essen

Die “Storkower Tschech-Kugel”  ist ein Hackklops aus Schweinefleisch und Wildanteil. Zu dieser Grundmasse werden Pastinaken und anderes Wurzelgemüse zugefügt. Wer war Tschech? Heinrich Ludwig Tschech (1789-1844) war von 1832 bis 1841 Bürgermeister der Königlichen Preußischen Stadt Storkow. Er bekämpfte Vetternwirtschaft, Korruption und eingebürgerte Gewohnheiten wie Holzdiebstahl aus den Stadt-Wäldern. Unbeliebt und isoliert kündigte er vorzeitig und zog nach Berlin zurück. Alle Wiedereinstellungsversuche in den Staatsdienst blieben ergebnislos. Er erfuhr einen sozialen Abstieg. Enttäuscht verübte er am 26.Juli 1844 vor dem Berliner Schloss mit einer doppelläufigen Pistole ein Attentat auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Dieser kam mit dem Schrecken davon. Tschech wurde hingerichtet. Der Volksmund spottete: „War denn je ein Mensch so frech, wie der Bürgermeister Tschech? Denn er traf fast auf ein Haar unser treues Königspaar.“ Wenn auch Tschech längst nicht mehr Bürgermeister von Storkow war, so galt doch weiterhin im Land: „Tschech verlor sein Kopf und Storkow seinen Ruf.“ Die in Storkow (2015) kreierten „Tschech Kugeln“ sollen an den ehmaligen Bürgermeister erinnern und mahnen: Keine Kugel ist es wert, bei einem  Anschlag verschossen zu werden. Das Lied vom Bürgermeister Tschech (anonym)   Aber keiner war so frech wie der Bürgermeister Tschech, denn er traf um fast ein Haar unser teures Königspaar. Ja, er traf die Landesmutter durch den Rock ins Unterfutter.   Wie die Uhr war kaum halb achte und noch niemand Böses dachte, ist ein Mann im grauen Mantel durch das Schlossportal gewandelt. Dies war Tschech, der Hochverräter, Königsmörder, Attentäter.   Ach, es hat der Bösewicht unsern Gott im Herzen nicht, Pickel hat er im Gesicht, sonsten sah man Böses nicht. Friedrich Wilhelm trat heraus, sah noch ganz verschlafen aus.   Tschech zieht sein Pistol hervor, trifft den König fast ans Ohr, doch es packt ihn ein Schandarme an dem frevelhaften Arme. Man verkeilt den Wüterich auf der Stelle fürchterlich.   Wie der König ihn erblicket von Gendarmen rings umstricket zeigt er plötzlich viel Courage und ruft nach der Equipage. „Auf dem Schlossplatz halt mal still, weil das Volk mich sehen will."   Da dreht er sich um und spricht: „Leute, ick hab nischt gekriegt." Dick und fett, es fehlt ihm wenig, alles brüllt: „Es leb der König!" Aber Leute hört nun mal von dem Liede die Moral:   Hatte je ein Mensch so'n Pech wie der Bürgermeister Tschech, dass er diesen dicken Mann auf zwei Schritt nicht treffen kann!